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Achtsamkeit ist zunächst einmal eine Lenkung der Aufmerksamkeit auf das, was gerade geschieht, ohne irgendetwas verändern oder erreichen zu wollen. Achtsamkeit besteht in Präsenz, Gegenwärtigkeit, Bewusstheit und einer offenen, experimentellen und absichtslosen Haltung gegenüber dem gegenwärtigem Geschehen. Aber sie ist auch ein Lebensgefühl der Gelassenheit, Leichtigkeit, Ruhe, Entspannung, der Freude einfach nur da zu sein.

 

„Ein Schüler beklagte sich bei seinem Zen-Meister, dass er das Gefühl habe, dass ihm sein Meister etwas vorenthalte, was ihn zur Erleuchtung bringen könnte. `Ich glaube, Meister, dass du mir einen entscheidenden Hinweis auf dem Weg zur absoluten Erkenntnis vorenthältst.´ Der Meister verneinte diese Anschuldigung. Am Abend gingen die beiden in den Bergen spazieren, als der Meister stehen blieb und zu seinem Schüler sprach: `Riechst du den Duft des Berglorbeers?´ Der Schüler bejahte. Darauf erwiderte der Meister: `Siehst du, ich enthalte dir nichts vor!´“
Kuhn Shimu, S. T.: Das Tao der Worte, Darmstadt, 2013, S. 104/105.

 

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